
BGM-Einstieg
Wie startet man am besten mit BGM — konkret, in der ersten Woche?
Der BGM-Einstieg gelingt in fünf Schritten: Status erfassen, ein Assessment durchführen, bestehende Benefits dokumentieren, eine erste Mitarbeiterbefragung planen und eine erste sichtbare Maßnahme starten — machbar in der ersten Woche, ohne Budget oder Vorkenntnisse.
Wo die meisten Unternehmen stehen
Drei typische Ausgangssituationen: Unternehmen ohne jegliches BGM starten am besten mit einem Assessment des Ist-Zustands. Unternehmen mit vereinzelten BGF-Maßnahmen (Obstkorb, Firmenlauf) sollten diese zunächst dokumentieren, bevor sie ausbauen. Unternehmen, die bereits Umfragen gemacht haben, aber ohne System arbeiten, profitieren am meisten von einer strukturierten zweiten Säule (Arbeitsschutz-Fokus).
Fünf Schritte zum Einstieg
- Registrieren und Status erfassen (wenige Minuten) — Ausgangspunkt schaffen
- Assessment durchführen — eigenes BGM-Reifelevel kennen
- Bestehende Benefits/Maßnahmen dokumentieren — Überblick, was schon vorhanden ist
- Erste Mitarbeiterbefragung planen — Mitarbeitende einbinden, Bedarf ermitteln
- Erste sichtbare Maßnahme starten — greifbarer erster Erfolg, unabhängig von der Größe
Was für den Start nicht nötig ist
Der häufigste Grund, warum BGM-Einführungen nie starten, ist die Annahme, es brauche zuerst ein großes Budget, einen dedizierten BGM-Manager oder die vollständige Zustimmung der Geschäftsführung. Für den Einstieg braucht es davon nichts: Eine grobe Einschätzung des Krankenstands reicht, Schätzungen sind für den Anfang ausreichend, und die ersten Schritte lassen sich ohne Freigabeprozess starten.
Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Schritte reichen für den BGM-Einstieg: Status erfassen, Assessment, Benefits dokumentieren, Umfrage planen, erste Maßnahme starten
- Kein Budget, keine Vorkenntnisse und keine GF-Zustimmung nötig, um zu beginnen
- Schätzungen (z. B. beim Krankenstand) reichen für den Start völlig aus
- Ein sichtbarer erster Erfolg in Woche 1 ist wichtiger als ein perfekter Plan
Häufige Fragen
Brauche ich Vorkenntnisse, um mit BGM zu starten?+
Nein. Ein strukturiertes Assessment führt Schritt für Schritt durch die relevanten Themen — Fachwissen wird dabei vermittelt, nicht vorausgesetzt.
Wie viel Zeit muss ich in der ersten Woche einplanen?+
Realistisch 1–2 Stunden verteilt über die Woche: Assessment (ca. 5 Minuten), Benefits-Erfassung (ca. 10 Minuten), Planung der ersten Umfrage (ca. 15 Minuten), Rest für die erste Maßnahme.
Muss die Geschäftsführung von Anfang an involviert sein?+
Für den Start nicht zwingend — die ersten Schritte (Assessment, Bestandsaufnahme) lassen sich eigenständig durchführen. Für den systematischen Ausbau, insbesondere Budget-Entscheidungen, wird die Rückendeckung der Geschäftsführung aber wichtig.
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Quellen
Stand: 2026-07-06. Keine Rechts- oder Steuerberatung — im Einzelfall fachlich prüfen lassen.